Alternative Rechte

Traditionell. Konservativ. Zukunfsorientiert.

Rechtspopulismus


"Rechtspopulistisch" - wohl eines der Lieblings-Wörter liberaler Medien und deren fehlgeleiteter Mitläufer. Kaum einer weiß wirklich, was das bedeuten soll. In der Regel benützt man es wohl, um das Wort "Nazis" zu vermeiden, aber doch eine Art "Nazi light" damit zu meinen. Nehmen wir Geert Wilders, der gerade auf einer Kundgebung in Deutschland sprach und natürlich wieder von den Medien und den Stammtisch-Politikern, die kritiklos alles an- und übernehmen, niedergemacht wurde. Nicht ein Einziger jedoch lieferte Belege für die wilden Behauptungen,die da über Pegida-Anhänger, Mitglieder und Herrn Wilders selbst gemacht wurden. Ich kann jedem nur wärmstens dessen Buch "Marked for Death" empfehlen. Im Gegensatz zu vielen seiner Kritiker hat dieser Mann nämlich eine detaillierte Ahnung von dem, was er spricht - und musste dafür zusammen mit seiner Familie einen hohen Preis zahlen. Ich habe bereits einen Teildavon gelesen und kann nur sagen, bisher kann ich jeden Satz aus vollem Herzen mit unterschreiben - im Gegensatz zu dem Müll, den ich da täglich als Medienberichterstattung und "Journalismus" präsentiert bekomme.



Populisten – und das Blöken der Elitisten


Sind Populisten eigentlich böse Menschen? Oder sind sie das legitime Gegengewicht zu den Elitisten? Dann müssen sie sich von diesen nicht ausschimpfen lassen.

von Phil Mehrens


Nichts veranschaulicht die bedenkliche Lage, in die die westlichen Demokratien sich selbst manövriert haben, besser als der Begriff Populismus. Nimmt man etwas genauer unter die Lupe, woher der Begriff eigentlich stammt und was er bedeutet, ist er als Schimpf- oder Tadelwort nicht mehr zu gebrauchen.

Populismus ist abgeleitet von dem lateinischen Wort populus, das heißt Volk. Gemeint sind in einem ganz konservativen Sinne die Menschen die in einem bestimmten Landstrich als einheimisch bezeichnet werden können, weshalb populus auch mit Einwohnerschaft übersetzt werden kann. Durch die Endung „-ismus“ ist ein Wort entstanden, das man wortgetreu übersetzen könnte mit: „Bewegung, die stark auf die Interessen des (einheimischen) Volkes ausgerichtet ist“.


Popularen und Optimaten

Im Senat der römischen Republik, den die meisten heute nur noch aus Asterix kennen, gab es die Gruppierung der Popularen, die „Volkspartei“. Die Brüder Gaius und Tiberius Gracchus setzten sich als Vertreter der Popularen für die Interessen des Volkes ein. Von ihrer Landreform (133 v. Chr.) profitierten die Besitzlosen und Unterprivilegierten. Heute würde man die Popularen Demokraten nennen. Denn die griechische Entsprechung zu populus lautet demos. Unser Wort Demokratie (Volksherrschaft) ist davon abgeleitet.


Die Gegner der Popularen hießen Optimaten. Sie setzten sich für die Vorherrschaft der „Optimalen“ im Reich ein, einer adligen Elite, einer Auslese der Besten. Ihre Überzeugung, dass es besser sei, das Volk zu bevormunden als es mitbestimmen zu lassen, weist die Optimaten als Verfechter der Aristokratie bzw. des Elitismus aus, was man übersetzen könnte als „Bewegung, die stark auf die Interessen einer gesellschaftlichen (oder globalen) Elite ausgerichtet ist“. Die Gegensatzpaare lauten also: Demokratie – Aristokratie, Volk – Elite, Populismus – Elitismus. So gesehen ist die Wortkreation Populismus ein grandioses Eigentor derjenigen, die nun nicht länger kaschieren können, wer sie sind und wessen Interessen sie vertreten. Es sind nicht die des Volkes.


Selbstherrliche Eliten

Elitistische Politik ist daran zu erkennen, dass sie zuallererst den Oberen dient. Sie manifestiert sich in Abmachungen zwischen politischen Entscheidungsträgern und Wirtschaftsbonzen, bei denen über Millionen von Steuergeldern verfügt wird, als müssten die Geldnoten nur gedruckt und nicht mühsam erst vom gemeinen Volk erwirtschaftet und anschließend vom Fiskus eingezogen werden.

Von solchen Abmachungen erfährt der einfache Bürger immer erst dann, wenn es zu spät ist, wenn etwas schief gelaufen ist: Der Skandal um die HSH-Nordbank, Millionen-Darlehen in dreistelliger Höhe für Airbus und Air Berlin, die die Staatskasse abschreiben kann, weil die begünstigten Konzerne sich verspekuliert haben, das sind die derzeit markantesten Beispiele für den Selbstbedienungsladen, als den die Eliten Steuergelder auffassen. Das teuerste elitistische Projekt im Europa des 21. Jahrhunderts war es, Griechenland im Euro-Raum zu halten.


Für Otto Normalverbraucher wird elitistische Politik konkret, wenn er sein voll funktionsfähiges TV-Empfangsgerät wegschmeißen kann und sich ein neues kaufen muss, um weiter fernsehen zu können. Die Profiteure dieser Elektroschrottvermehrungsaktion behaupten dreist, dass die Bürger diese neue Technologie wünschten, aber gefragt hat sie mal wieder keiner. Die Elitisten, die an den Strippen ziehen, haben ihnen die Entscheidung wie üblich selbstherrlich abgenommen.

Die einstigen Öko-Revoluzzer von den Grünen haben keinen Piep des Protests von sich gegeben. Sie sind längst in den elitistischen Machtzirkel aufgerückt und sitzen selber gern im Ikea-Sofa vorm HD-Fernseher, während in der auf 22 Grad hochgeheizten Küche der Kühlschrank brummt und ihr Bio-Gemüse wieder auf 7 Grad runterkühlt. Hauptsache, der Kühlschrank und der HD-Fernseher laufen mit Ökostrom, geliefert von den potthässlichen Windrädern, die jetzt überall die Landschaft verschandeln.


Schimpfwort Populist

Das Volk dagegen, das sind Menschen wie – denken wir uns mal einen Fantasienamen aus – Erika Müller aus Boostedt, die ihr Dorf seit ein paar Jahren nicht mehr wiedererkennt, die beim Arzt im Wartezimmer sitzt oder bei Netto in der Schlange steht und sich von einem babylonischen Sprachgewirr umgeben sieht. Und die das nicht gut findet. Den kosmopolitischen Eliten, den Unternehmern, denen egal ist, woher die dringend benötigten Fachkräfte kommen – Hauptsache der Rubel rollt –, den Robert Habecks, Marius Müller-Westernhagens und Senta Bergers dieser Welt, deren Zuhause theoretisch überall sein kann, ihnen sind solche Nöte fremd.

Wenn sie am Herd stehen oder Wäsche in die Maschine stopfen, dann nicht, weil sie müssen, sondern weil sie Spaß daran haben, mal in die Rolle des Unterprivilegierten zu schlüpfen. Wenn es wirklich eng wird mit Familie und Beruf, tippen sie auf ihrem I-Phone schnell eine Whatsapp-Nachricht an die Nanny. Und zwischen Thomas Gottschalk und Angela Merkel auf Einlass zu den Wagner-Festspielen in Bayreuth zu warten fühlt sich sicher auch anders an als der Stehplatz in der Kassenschlange bei Penny.

Doch es sind die Besserverdiener, die Eliten aus Wirtschaft, Politik, Medien- und Kulturbetrieb, die über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als ihren persönlichen Lautsprecher über Erika Müller, die diesen Lautsprecher auch noch per Zwangsgebühr finanziert, den Stab brechen dürfen, die ihr sagen dürfen, dass sie falsch denkt, dass sie intolerant ist, dass sie hasst und hetzt, mit einem Wort: dass sie eine Populistin ist.



„Wir sind das Volk!“
Alain de Benoist

Der Populist – wichtigster Lebensraum dieser neuen Spezies Mensch ist offenbar der Osten dieser Republik. Hier weht der Wind für Elitisten rauer als anderswo. Warum? Weil man in diesem Landstrich 40 Jahre Erfahrung damit hat, von einer selbstgefälligen, abgehobenen und aufgeblasenen Elite gegängelt und von manipulativen Staatsmedien, deren Schafsköpfe nur brav nachblökten, was die Politik ihnen vorblökte, für dumm verkauft zu werden. In reichlich populistischer Manier haben die Bewohner sich dagegen aufgelehnt mit der Parole, die die dekadente SED-Diktatur schließlich zu Fall brachte: „Wir sind das Volk!“ Die damaligen Feinde des Sozialismus sind die Populisten von heute.

Kein Demokrat kann die Rückkehr zur Aristokratie wünschen. Wenn aber Demokratie tatsächlich Volksherrschaft bedeutet und nicht die Herrschaft einer arroganten Elite, dann können Erika Müller und alle, die so denken wie sie, das eigens für sie erfundene und von den Elitisten in schafsköpfiger Eintracht dauergeblökte Scheltwort achselzuckend zur Kenntnis nehmen. Erika Müller ist kein böser Mensch. Sie ist das Volk. Sie ist Deutschland.


Phil Mehrens war als Hochschullehrer an Universitäten im In- und Ausland tätig. Bis 2014 nahm er einen Lehrauftrag für Area Studies an der Universität Rostock wahr. Heute lebt er in der Metropolregion Hamburg und betätigt sich als freier Autor («Böse Falle Ehe für alle») und Publizist. In COMPACT 4/2019 schrieb er über den neuen Asterix-Film. Sofort lesen können Sie den Beitrag mit Digital+.


(Quelle: https://www.compact-online.de/populisten-und-das-bloeken-der-elitisten/?fbclid=IwAR16hPGxGa-6RvcfVTLYmtD6E8O55q8OOgDVeeHgJIwLtmV0ERgC0qHx4aI abgerufen am 26.03.2019. Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Compact)


Wenn ihr uns als "Rechtspopulisten" bezeichnet, solltet ihr euch bewusst sein, dass dieser Begriff vom lateinischen "populus" (Volk) kommt!



"Ich kenne die Begriffe Populismus und Souveränismus aus der Presse und kann mich mit ihnen gut identifizieren: Ich bin ein Souveränist, weil ich Europa liebe und es retten möchte. Europa zu retten, das heißt, die Souveränität wie die Eigenheiten seiner Länder zu bewahren. Meine Inspiration ziehe ich aus den Ideen der europäischen Gründerväter, die von einem Europa der Vaterländer und nicht von einer Union sprachen. Souveränismus bedeutet für mich eine Zusammenarbeit der verschiedenen Nationalstaaten innerhalb einer Interessengemeinschaft. Dabei sollte Kooperation aber nur dort stattfinden, wo tatsächlich auch gemeinsame Interessen bestehen, also kein Zwang sein. Das heißt, ich bin für weniger, aber dafür bessere Zusammenarbeit. In diesem Sinne sind Souveränismus und Europa kein Widerspruch."
Matteo Salvini
(Quelle: https://www.compact-online.de/italiens-innenminister-matteo-salvini-im-exklusiv-interview-in-der-juni-ausgabe-von-compact/ abgerufen am 20.06.2019)