Alternative Rechte

Traditionell. Konservativ. Zukunfsorientiert.

Multikulti


"Caritas engagiert sich für eine vielfältige und solidarische Gesellschaft
Positionierung des Caritasverbands der Erzdiözese München und Freising e. V.
mit seinen Fachverbänden und angeschlossenen Trägern

Menschen sind unterschiedlich. Dies ist eine Bereicherung für unsere Gesellschaft. Abwertende und feindselige Einstellungen gegenüber Menschen, die anders oder fremd erscheinen, sind längst nicht mehr auf den rechten Rand der Gesellschaft beschränkt.

Gefährliche Vereinfachungen und pauschale Verdächtigungen werden bis hinein in die gesellschaftliche und politische Mitte vermehrt widerspruchslos hingenommen.
Dagegen positioniert sich die Caritas. Sie engagiert sich gemeinsam mit vielen Menschen für eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft. In dieser sollen alle Menschen unabhängig von Herkunft, Religion, Kultur, Geschlecht, Alter, Behinderung und sexueller Orientierung teilhaben und teilnehmen können. Alle Menschen sollen ihr Leben ohne Angst vor Abstieg, Ausgrenzung und Gewalt gestalten können. In diesem Sinne verpflichtet sich die Caritas, auch intern den Weg der Öffnung weiterzugehen.

Die Caritas ruft alle zu diesem Engagement auf:

Die Caritas fordert jede Einzelne und jeden Einzelnen auf, eigene Vorurteile wahrzunehmen und bewusst mit Worten und Urteilen umzugehen, und lädt alle ein, sich auf die Begegnung mit dem einzelnen Menschen einzulassen. Wenn Menschen andere Menschen abwerten und diskriminieren, sind Zivilcourage und Widerspruch gefragt.

Die Caritas unterstützt Ehrenamtliche und Mitarbeitende in ihrem Engagement für benachteiligte und oft ausgegrenzte Menschen. Sie setzt sichtbare Zeichen für eine offene und menschenfreundliche Gesellschaft. Die Caritas bezieht eindeutig öffentlich politische Position gegen populistische Verkürzungen sowie Abwertungen und Feindseligkeiten.
Sie bietet ihren Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen Unterstützung und Rückhalt im Rahmen ihrer täglichen Arbeit und aktuellen Herausforderungen.

Die Caritas fordert Politikerinnen und Politiker auf, eine Sprache zu verwenden, die nicht bestimmte Gruppen abwertet und verdächtigt. Sie sollen keine Ängste schüren und ausnutzen, stattdessen Vielfalt positiv erlebbar machen, soziale wie wirtschaftliche Sicherheit schaffen sowie Vertrauen stärken.

Dies bedeutet, die benachteiligten Gruppen nicht in eine Konkurrenz um Arbeit, Wohnraum und andere Ressourcen zu treiben, sondern Chancen, Güter und Ressourcen für alle fair zu verteilen und dazu alle – auch die, die es sich ökonomisch problemlos leisten können – heranzuziehen."

(Quelle: Für eine gerechte und solidarische Gesellschaft. GESCHÄFTSBERICHT 2017 - 2018. CARITASVERBAND DER ERZDIÖZESE MÜNCHEN UND FREISING E. V.)



„Vielfalt“ an sich ist bzw. sollte kein Wert-besetzter Begriff sein, sondern eine Feststellung einer Gegebenheit. Wer jedoch Vielfalt fordert, muss diese auch für sich selbst gelten lassen – insbesondere in Bezug auf politische, gesellschaftliche oder religiöse Meinungen, die nicht der eigenen Position entsprechen. Wer sich moralisch über speziell politisch Andersdenkende stellt und von vorneherein davon ausgeht, dass es nicht rationale Gründe sind, die der eigenen Haltung zugrunde liegen, sondern psychische (etwa angstbesetzte) Motive oder „Vorurteile“, der verstößt gegen seine eigenen Grundsätze. Das nämlich ist nichts anderes als politische Propaganda – den anderen in möglichst schlechtem Licht dastehen zu lassen, um die eigene Position aufzuwerten. Wer anderen „populistische Verkürzungen“ vorwirft, riskiert dabei, dass sich dieser Vorwurf schnell auf einen selbst und die eigenen verkürzten Parolen richtet. So ist das eben, wenn man mit dem Finger auf andere zeigt, anstatt eine sachliche Diskussion ohne jeden Eigennutz anzustreben: mindestens drei Finger zeigen auf einen selbst zurück! Gerade mit einer solchen Ausdrucksweise zeigt man im Grunde nur, dass man selbst „Feindschaften“, „Abwertungen“ und „Verdächtigungen“ Andersdenkenden gegenüber hegt und selbst Ängste schürt und ausnutzt!

„Benachteiligt“ und „ausgegrenzt“ können im Übrigen – gerade in der heutigen Zeit! - auch politisch Andersdenkende oder gläubige und praktizierende Christinnen und Christen sein.
Wer ganz einfach grüne bzw. linksliberale politische Korrektheit mit katholischer Lehre gleichsetzt, sollte nicht vergessen, dass die Katholische Kirche über zwei Jahrtausende etwas völlig anderes gelehrt hat und teils auch heute noch lehrt!

Wer allzu naiv eine Multikulti-Hippie-Gesellschaft fordert und durchsetzt, in der alle auf einer rosa Wolke sitzen, handelt verantwortungslos. Ein Blick über den großen Teich in die USA, in der dies seit Jahrzehnten vergeblich versucht wird, oder auch in die geschlossenen Gesellschaften hier in Deutschland, zeigen schnell die Unmöglichkeit eines solchen Vorhabens auf. „Vielfalt positiv erlebbar“ machen zu wollen, kann dann schnell ins Gegenteil umschlagen! Einfach pauschal alle Lebensentwürfe als „positiv“ zu werten, hat mit dem katholischen Glauben nicht das Geringste zu tun. Manchmal ist die beste Hilfe, die Menschen mit unbequemen Wahrheiten zu konfrontieren – oder eine Hilfe zu leisten, die notwendig, aber vielleicht nicht gewollt ist. Das kann auch mal heißen, keine Hilfe zu leisten, da der/die Ratsuchende ganz gut selbst klar kommt.

Soziale und wirtschaftliche Sicherheit folgen im Übrigen in der Katholischen Kirche dem Prinzip der Subsidiarität, also der Hilfe zur Selbsthilfe, bei der im Falle des Nichtgelingens immer erst die nächsthöhere Einheit helfen soll – und nur so viel und so weit, wie möglich. Bei Migranten kann dies etwa auch heißen, Hilfe zur Rückkehr anzubieten. Bei Menschen, die ein Leben führen, dass die Katholische Kirche nicht gut heißt, kann und darf nicht einfach der Mantel der „Vielfalt“ darüber gestülpt werden. Wer den Anderen liebt, will stets das Beste für ihn – und das Beste ist immer noch das, was Gott für uns vorgesehen hat. Hier heißt es dann eine „tough love“ - also eine harte Liebe - zu zeigen, die stark genug ist, um auch andere und bessere Lebensmodelle aufzuzeigen und nicht einfach bei allem in blinder Einfalt die Augen verschließt!

Wem somit wirklich an all diesen Menschen aus anderen Kulturen gelegen ist, der hilft ihnen in ihren Heimatländern, damit sie nicht erst ihre eigene Kultur verlassen und sich auf eine ungewisse Reise machen müssen. Wem etwas an Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen liegt, der zeigt ihnen auch andere Wege auf als den, ihre Neigungen auszuleben.
Die Erzdiözese München und Freising ist ein Multi-Milliarden-Unternehmen. Hier pauschal und sozialistisch von einer „fairen Verteilung“ zu sprechen, kann schnell nach hinten losgehen! Das Problem am Sozialismus ist, dass einem irgendwann das Geld der Anderen ausgeht!


Um eines klar zu stellen: Ich arbeite selbst seit 1991 für die Katholische Kirche und seit 1993 für den Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V.. Beide liegen mir sehr am Herzen und beide leisten unter anderem auch hervorragende Arbeit, die es wert ist, unterstützt zu werden.

Gerade weil mir so viel an beiden liegt, sehe ich auch Missstände und scheu mich nicht, den Finger in diese Wunden zu legen. Auch der Heilige Paulus hat sich nicht anders dem Heiligen Petrus gegenüber verhalten – und die Bibel hat dies als vorbildhaft festgehalten!

Es wäre ein leichtes, einfach „Dienst nach Vorschrift“ zu leisten und den Mund zu halten. Eines wäre es aber bestimmt nicht: katholisch.

Wer für die Katholische Kirche arbeitet, muss (!) deren Glaubens- und Sittenlehre (wie im „Katechismus der Katholischen Kirche“ festgehalten) kennen und leben – auch privat.

Leider scheint dies aber oft die Ausnahme und nicht die Regel zu sein. Menschen, die nicht das leben, was die Kirche uns lehrt, haben in ihr auch nichts zu suchen – so hart das auch für manche klingen mag. Sie können die Kirche und den katholischen Glauben einfach nicht würdig und glaubhaft nach außen repräsentieren. Nichts anderes aber ist der Auftrag jedes Christen.

"Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr, außer weggeworfen und von den Leuten zertreten zu werden.
Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.
Man zündet auch nicht eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus.
So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen."

Matthäus 5,13-16 (Einheitsübersetzung 2016)