Alternative Rechte

Traditionell. Konservativ. Zukunfsorientiert.

Blog

view:  full / summary

Interview mit Holger Arppe

Posted on March 22, 2018 at 12:35 AM

Hier ein Interview, das ich mit #HolgerArppe von der AfD geführt habe:


Robert Gollwitzer: Holger, du hast dich bereit erklärt für ein Interview. Dafür danke ich dir. Zunächst einmal: Wie geht es dir heute?

Holger Arppe: Mir geht es gut. Ich sitze hier in meinem Güstrower Wahlkreisbüro, wo inzwischen auch wieder interessierte Bürger eingucken, um mit mir über Dinge zu sprechen, die sie bewegen, wo sie sich von der Politik Verbesserungen erhoffen, oder die einfach mal angehört werden wollen.

RG: Wie sieht dein Alltag jetzt aus?

HA: Auch als derzeit fraktionsloser Landtagsabgeordneter bin ich selbstredend bemüht, den Anforderungen und Erwartungen an meine politische Tätigkeit gerecht zu werden. Die Plenarsitzungen machen ja nur einen vergleichsweise kleinen Teil der Arbeit aus. Aber ich suche immer den Kontakt zu den Bürgern, führe in meinem Wahlkreisbüro Veranstaltungen durch, arbeite mich in Themen ein, erstelle Kleine Anfragen usw.

RG: Du hast dich nach deiner Tätigkeit als Offsetdrucker vor Jahren für die Politik entschieden. Was hat dich seinerzeit dazu bewegt?

HA: Ich habe bis 2010 als Offsetdrucker gearbeitet und mich danach mit einer kleinen Galerie selbständig gemacht. Im selben Jahr war ich dann für einige Monate Mitglied der SPD, von der ich seinerzeit wohl ein völlig verqueres Bild hatte. Der Umgang mit Thilo Sarrazin nach dessen Buchveröffentlichung "Deutschland schafft sich ab" hat mich dann aber derart schockiert, so dass ich wieder ausgetreten bin. Ich engagierte mich dann bis 2014 in der evangelisch-lutherischen Innenstadtgemeinde. Nachdem ich im März 2013 jedoch in die AfD eingetreten war, fand ein Prozess der sukzessiven Entfremdung statt, welcher bis heute anhält und vor allem der weltanschaulich sehr einseitigen Ausrichtung des deutschen Protestantismus geschuldet ist. Freilich habe auch ich mich ohne Zweifel verändert. Ich war zur Wendezeit 1989/90 ja sehr weit links orientiert, verkehrte in der Rostocker Hausbesetzerszene und gründete mit Freunden einen sozialistischen Jugendverband, der dann später in den Falken aufging. Dann fand ich zum Glauben, ließ mich in die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage taufen und absolvierte von 1997 bis 1999 sogar eine Vollzeitmission in der Schweiz. Leider musste ich späterhin erkennen, dass die doch sehr strikten Sittlichkeitskodizes dieser Glaubensgemeinschaft mit meiner Homosexualität auf Dauer nicht kompatibel sein würden und wandte mich daher ab.

RG: Hast du irgendwelche Vorbilder?

HA: Ich mag Menschen, die selbst dann nicht aufgegeben haben, als alles verloren schien, die sich selbst aus schwierigsten Situationen wieder herauszuarbeiten vermochten.

RG: Was hat den Ausschlag dazu gegeben, dass du in die AfD eingetreten bist?

HA: Wenn sich ein gewisses Maß an Unzufriedenheit aufgestaut hat, in diesem Fall mit der politischen Entwicklung in Deutschland und Europa, kann man sich entweder in Verbitterung und Zynismus ergehen oder aber versuchen, auf eine Veränderung der Verhältnisse hinzuwirken. Mein Eintritt in die AfD entsprach der letzteren Variante. Ich hatte freilich keine Ahnung, was fürderhin auf mich zukommen würde.

RG: Die AfD grenzt sich ja immer noch gegen Identitäre und Pegida ab, wenngleich zweifellos viele Mitglieder der AfD Sympathien für diese Organisationen hegen. Hältst du diese Ablehnung noch für zeitgemäß?

HA: Ich habe aus meiner Sympathie für die Identitäre Bewegung nie einen Hehl gemacht. Was an diesem Verein so schlimm sein soll, hat sich mir bis heute nicht erschlossen. Das sind Leute, die auf intelligente und freche Weise völlig friedlich gegen die Politik der Regierung protestieren. Was soll daran falsch sein? Die ganze Debatte ist abgrundtief verlogen. Einerseits wird die gewaltbereite linksextreme Szene vom Staat über alle möglichen Fördertöpfe querfinanziert und andererseits wird die absolut harmlose IB vom Verfassungsschutz beobachtet. Das ist schizophren, hat aber durchaus Kalkül.

RG: Du bist ja für manche mittlerweile zu einer "persona non grata", zu einer unerwünschten Person geworden. Die Liste der Vorwürfe, die man dir zur Last legt, ist lang: Rassismus, Sexismus, Gewaltverherrlichung, Menschenverachtung, Aufruf zur Gewaltanwendung, pädophile und kannibalistische Phantasien. Wie stehst du heute dazu?

HA: Das ist alles völliger Unsinn. Wer mit einer inhaltlichen Auseinandersetzung in Bezug auf meine politischen Positionen intellektuell überfordert ist, der greift zu solchen Kampfbegriffen, weil in der heutigen Gesellschaft jede Debatte beendet ist, sobald die gegnerische Seite mit derlei Zuschreibungen in eins gesetzt wird. Und da ich trotz aller Beschimpfungen und Diffamierungen nicht klein beigegeben habe, wurden die Unterstellungen immer drastischer. In früheren Zeiten, wir denken mal an die Kießling-Affäre 1984, hätte es wohl ausgereicht, jemand als Homosexuellen zu denunzieren, um dessen politische Karriere zu beenden. Das geht heuer glücklicherweise nicht mehr. Also fährt man schärfere Geschütze auf. Ich erinnere mich an eine Fernsehdokumentation über die perfiden Praktiken der DDR-Staatssicherheit, in der es um einen ehemaligen Bürgerrechtler ging, einen evangelischen Pfarrer. Die Stasi brachte in seiner Gemeinde gefälschte Fotos in Umlauf, die ziemlich eindeutig auf pädophile Neigungen hinzudeuten schienen. Das hieß in der Fachsprache jener Zeit "Zersetzung". Der Mann hatte Glück. Niemand glaubte dieser Kampagne. In meinem Fall versuchen linke Kräfte ganz eindeutig, homophobe Ressentiments anzusprechen, die in der Bevölkerung noch immer tief verankert sind, also der Schwule als potentieller Kinderschänder. Das ist schon bizarr. Wahrscheinlich glaubt man, damit auch meinen Rückhalt in der Partei selbst zerstören zu können, denn in der linken Gedankenwelt sind konservative Bewegungen ja grundsätzlich schwulenfeindlich. Aber das stimmt nicht! Die AfD ist keineswegs homophob und ich selbst musste eigentlich auch nie derlei Erfahrungen innerhalb unserer Partei machen. Im Gegenteil! Es engagieren sich sogar sehr viele Schwule und Lesben in der AfD. Das ist unseren Gegnern selbstredend ein Dorn im Auge, alldieweil es den linken Alleinvertretungsanspruch für Homosexuelle konterkariert.


RG: Tut dir irgendetwas leid? Würdest du heute etwas anders machen?

HA: Vom ersten Tage meines Engagements in der AfD an wurde ich von unseren politischen Gegnern in Politik und Medien mit Hass überschüttet. Nach meinem Auftritt bei einer großen AfD-Demonstration in Rostock im Oktober 2015 verlor ich auf Betreiben des Betriebsrates meinen Job bei Arvato Bertelsmann, wo ich in einem Callcenter arbeiten musste, da meine Galerie aufgrund der linken Hetze nicht mehr so gut lief. Im März 2016 verübte die sogenannte Antifa mit Teerbomben und Farbsprengsätzen einen Anschlag auf unser Wohnhaus. Die Täter wurden nie ermittelt, obwohl die Polizei Fingerabdrücke gefunden hatte. Mein Fehler an der Stelle war sicherlich, dass ich auf all das nicht immer mit der für einen Politiker nötigen Gelassenheit reagiert habe, was naturgemäß in derartigen Situationen schwerfällt. Heute rufe ich mir immer ein Zitat des früheren US-Präsidenten Richard Nixon ins Gedächtnis: "Denke immer daran, andere mögen dich hassen, aber jene die dich hassen werden nicht gewinnen, solange du sie nicht hasst - denn dann zerstörst du dich selbst."

RG: Man konnte ja noch vor einigen Monaten lesen, du wolltest aus der AfD austreten. Nun bist du aber doch bewusst Parteimitglied geblieben. Warum?

HA: Jene Tage Ende August / Anfang September 2017 waren eine absolute Ausnahmesituation für mich, für meine Familie und für meine Freunde. Es war damals schwer, einen klaren Gedanken zu fassen. Zudem bin ich von einigen Leuten falsch beraten und unter Druck gesetzt worden. Da war viel Niedertracht. Ich bekam allerdings auch sehr viele Anrufe von treuen Parteifreunden, die mich eindringlich aufforderten, mein Landtagsmandat weiter auszuüben und auf gar keinen Fall die AfD zu verlassen. Warum hätte ich das auch tun sollen? Ich habe mir nichts vorzuwerfen.

RG: Wie siehst du deine Rolle in der Politik heute? Wo möchtest du dich besonders engagieren?

HA: Die Gesellschaft ist im Umbruch. Durch die Digitalisierung, die sogenannte Industrielle Revolution 4.0, wird sich das Leben in Deutschland und Europa allenthalben grundlegend verändern. Trotz der damit verbundenen Herausforderungen hält die etablierte Politik in wirtschafts- wie sozialpolitischer Hinsicht an Konzepten fest, die aus der Zeit Bismarcks, also aus dem 19. Jahrhundert stammen. Wie soll das funktionieren, wenn es dereinst die klassische Arbeit gar nicht mehr geben wird? Mich treibt an dieser Stelle die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens seit einiger Zeit um. In diese Richtung sollten wir denken, auch als AfD, denn mit Nationalromantik und Zuwanderungskritik allein ist es nicht getan. Zugegebenermaßen wird eine visionäre Politik hinsichtlich der sich aus der Digitalisierung ergebenen Veränderungen nichts bringen, wenn wir nicht auch zeitgleich die Massenmigration und den wachsenden Einfluss des Islam in den Griff bekommen.

RG: Welche Ziele hast du für die nächsten Jahre?

HA: Ich werde mich als Landtagsabgeordneter vorderhand weiterhin um die Anliegen der Bürger kümmern, mich weiterhin in wesentliche Zukunftsthemen einarbeiten (siehe oben) und mir über entsprechende Konzepte meine Gedanken machen, für diese dann auch innerhalb und außerhalb der AfD werben. Ferner haben wir im kommenden Jahr Kommunalwahl in Mecklenburg-Vorpommern. Das wird in jedem Fall eine große Herausforderung, denn nachdem wir die Landtage und den Bundestag erobert haben, müssen wir künftig auch in den Kommunalparlamenten zu einer wirkmächtigen Kraft werden.

RG: War die Tatsache, dass du mit deinem Lebenspartner zusammenlebst bzw. gleichgeschlechtliche Neigungen hast, bisher hinderlich für deine berufliche Karriere oder für dein Privatleben? Wurdest du deswegen beleidigt?

HA: Nein, nie. Ich habe in meinem ganzen Leben keine einzige homophobe Erfahrung gemacht.

RG: Auch ich habe gleichgeschlechtliche Empfindungen, habe mich aber vor Jahren dazu entschieden, einen anderen Weg zu gehen und das langjährige Szene-Leben hinter mir zu lassen (Stichwort: "Ex-Gay") - ohne mich deshalb für etwas Besseres zu halten. Kannst du so eine Sichtweise akzeptieren?

HA: Selbstverständlich kann ich das akzeptieren. Mein Lebenspartner und ich verkehren schon seit Jahren nicht mehr in der schwulen Szene. Dieses Milieu wird ja von linken Kräften beherrscht, ich nenne sie Berufshomosexuelle, die den Kampf gegen die sogenannte Homophobie sozusagen als Geschäftsmodell betreiben. Deswegen wird es diese Homophobie auch immer geben, egal wie tolerant die Mehrheitsgesellschaft tatsächlich ist, denn wäre das eines Tages wirklich überwunden, würde diesen Leuten die Lebensgrundlage entzogen, vor allem aber sehr viel Geld. Das ist wie beim "Kampf gegen rechts". Wir haben es da ja allenthalben mit Eiferern zu tun, die den ganzen Tag von anderen Toleranz einfordern, selbst aber intolerant sind bis dorthinaus.

RG: Welche Rolle spielt der christliche Glaube in deinem Leben?

HA: Ich war viele Jahre ein eifriger Kirchgänger. Das habe ich mir abgewöhnt. Aber ich lese in der Bibel, bete täglich und hoffe, dass es mir künftig besser als bisher gelingen wird, die Grundsätze unseres christlichen Glaubens auch wirklich zu leben.

RG: Was machst du, wenn du nicht politisch unterwegs bist? Hast du irgendwelche Hobbys?

HA: Privat lese ich sehr viel. Derzeit besteht meine Lektüre aus der Biographie von Sebastian Kurz und dem neuen Buch von Helmut Lethen "Die Staatsräte". Außerdem schreibe ich sehr gerne. Im März letzten Jahres ist bei einem Rostocker Verlag mein erstes Buch erschienen, der Kriminalroman "Die Gründung - Affären um eine Partei", in dem ich all das, worüber wir hier sprechen, literarisch verarbeitet habe. Hin und wieder dachte ich auch schon, dass der Plot meines Erstlingswerkes gewisse Kräfte zusätzlich gereizt haben könnte, jene perfide Rufmordkampagne gegen mich zu inszenieren. Und ich verbringe auch viel Zeit mit guten Freunden, die mich teilweise seit Jahrzehnten kennen und wissen, dass diese ganze mediale Hetze gegen meine Person jeder Grundlage entbehrt.

RG: Wo holst du dir Kraft, Energie und Orientierung für deine Arbeit?

HA: Ich lese sehr viel und zwar zu allen möglichen Themen. Ein tägliches Ritual ist die Lektüre der Neuen Zürcher Zeitung. Das ist wirklich ein Genuss und ein sehr prägender noch dazu. Außerdem bin ich fest davon überzeugt, dass Gott für jeden Menschen eine Aufgabe bereithält, gemäß dem Bonmot Goethes "Gott gibt uns die Nüsse, aber knacken müssen wir sie allein".

RG: Holger, ich danke dir für dieses Interview.


(Copyright: Robert Gollwitzer www.robert-gollwitzer.com)


Interview mit Holger Arppe von der AfD

Posted on March 21, 2018 at 1:25 PM

Hier ein Interview, das ich mit #HolgerArppe von der AfD geführt habe:

 

Robert Gollwitzer: Holger, du hast dich bereit erklärt für ein Interview. Dafür danke ich dir. Zunächst einmal: Wie geht es dir heute?

 

Holger Arppe: Mir geht es gut. Ich sitze hier in meinem Güstrower Wahlkreisbüro, wo inzwischen auch wieder interessierte Bürger eingucken, um mit mir über Dinge zu sprechen, die sie bewegen, wo sie sich von der Politik Verbesserungen erhoffen, oder die einfach mal angehört werden wollen.

 

RG: Wie sieht dein Alltag jetzt aus?

 

HA: Auch als derzeit fraktionsloser Landtagsabgeordneter bin ich selbstredend bemüht, den Anforderungen und Erwartungen an meine politische Tätigkeit gerecht zu werden. Die Plenarsitzungen machen ja nur einen vergleichsweise kleinen Teil der Arbeit aus. Aber ich suche immer den Kontakt zu den Bürgern, führe in meinem Wahlkreisbüro Veranstaltungen durch, arbeite mich in Themen ein, erstelle Kleine Anfragen usw.

 

RG: Du hast dich nach deiner Tätigkeit als Offsetdrucker vor Jahren für die Politik entschieden. Was hat dich seinerzeit dazu bewegt?

 

HA: Ich habe bis 2010 als Offsetdrucker gearbeitet und mich danach mit einer kleinen Galerie selbständig gemacht. Im selben Jahr war ich dann für einige Monate Mitglied der SPD, von der ich seinerzeit wohl ein völlig verqueres Bild hatte. Der Umgang mit Thilo Sarrazin nach dessen Buchveröffentlichung "Deutschland schafft sich ab" hat mich dann aber derart schockiert, so dass ich wieder ausgetreten bin. Ich engagierte mich dann bis 2014 in der evangelisch-lutherischen Innenstadtgemeinde. Nachdem ich im März 2013 jedoch in die AfD eingetreten war, fand ein Prozess der sukzessiven Entfremdung statt, welcher bis heute anhält und vor allem der weltanschaulich sehr einseitigen Ausrichtung des deutschen Protestantismus geschuldet ist. Freilich habe auch ich mich ohne Zweifel verändert. Ich war zur Wendezeit 1989/90 ja sehr weit links orientiert, verkehrte in der Rostocker Hausbesetzerszene und gründete mit Freunden einen sozialistischen Jugendverband, der dann später in den Falken aufging. Dann fand ich zum Glauben, ließ mich in die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage taufen und absolvierte von 1997 bis 1999 sogar eine Vollzeitmission in der Schweiz. Leider musste ich späterhin erkennen, dass die doch sehr strikten Sittlichkeitskodizes dieser Glaubensgemeinschaft mit meiner Homosexualität auf Dauer nicht kompatibel sein würden und wandte mich daher ab.

 

RG: Hast du irgendwelche Vorbilder?

 

HA: Ich mag Menschen, die selbst dann nicht aufgegeben haben, als alles verloren schien, die sich selbst aus schwierigsten Situationen wieder herauszuarbeiten vermochten.

 

RG: Was hat den Ausschlag dazu gegeben, dass du in die AfD eingetreten bist?

 

HA: Wenn sich ein gewisses Maß an Unzufriedenheit aufgestaut hat, in diesem Fall mit der politischen Entwicklung in Deutschland und Europa, kann man sich entweder in Verbitterung und Zynismus ergehen oder aber versuchen, auf eine Veränderung der Verhältnisse hinzuwirken. Mein Eintritt in die AfD entsprach der letzteren Variante. Ich hatte freilich keine Ahnung, was fürderhin auf mich zukommen würde.

 

RG: Die AfD grenzt sich ja immer noch gegen Identitäre und Pegida ab, wenngleich zweifellos viele Mitglieder der AfD Sympathien für diese Organisationen hegen. Hältst du diese Ablehnung noch für zeitgemäß?

 

HA: Ich habe aus meiner Sympathie für die Identitäre Bewegung nie einen Hehl gemacht. Was an diesem Verein so schlimm sein soll, hat sich mir bis heute nicht erschlossen. Das sind Leute, die auf intelligente und freche Weise völlig friedlich gegen die Politik der Regierung protestieren. Was soll daran falsch sein? Die ganze Debatte ist abgrundtief verlogen. Einerseits wird die gewaltbereite linksextreme Szene vom Staat über alle möglichen Fördertöpfe querfinanziert und andererseits wird die absolut harmlose IB vom Verfassungsschutz beobachtet. Das ist schizophren, hat aber durchaus Kalkül.

 

RG: Du bist ja für manche mittlerweile zu einer "persona non grata", zu einer unerwünschten Person geworden. Die Liste der Vorwürfe, die man dir zur Last legt, ist lang: Rassismus, Sexismus, Gewaltverherrlichung, Menschenverachtung, Aufruf zur Gewaltanwendung, pädophile und kannibalistische Phantasien. Wie stehst du heute dazu?

 

HA: Das ist alles völliger Unsinn. Wer mit einer inhaltlichen Auseinandersetzung in Bezug auf meine politischen Positionen intellektuell überfordert ist, der greift zu solchen Kampfbegriffen, weil in der heutigen Gesellschaft jede Debatte beendet ist, sobald die gegnerische Seite mit derlei Zuschreibungen in eins gesetzt wird. Und da ich trotz aller Beschimpfungen und Diffamierungen nicht klein beigegeben habe, wurden die Unterstellungen immer drastischer. In früheren Zeiten, wir denken mal an die Kießling-Affäre 1984, hätte es wohl ausgereicht, jemand als Homosexuellen zu denunzieren, um dessen politische Karriere zu beenden. Das geht heuer glücklicherweise nicht mehr. Also fährt man schärfere Geschütze auf. Ich erinnere mich an eine Fernsehdokumentation über die perfiden Praktiken der DDR-Staatssicherheit, in der es um einen ehemaligen Bürgerrechtler ging, einen evangelischen Pfarrer. Die Stasi brachte in seiner Gemeinde gefälschte Fotos in Umlauf, die ziemlich eindeutig auf pädophile Neigungen hinzudeuten schienen. Das hieß in der Fachsprache jener Zeit "Zersetzung". Der Mann hatte Glück. Niemand glaubte dieser Kampagne. In meinem Fall versuchen linke Kräfte ganz eindeutig, homophobe Ressentiments anzusprechen, die in der Bevölkerung noch immer tief verankert sind, also der Schwule als potentieller Kinderschänder. Das ist schon bizarr. Wahrscheinlich glaubt man, damit auch meinen Rückhalt in der Partei selbst zerstören zu können, denn in der linken Gedankenwelt sind konservative Bewegungen ja grundsätzlich schwulenfeindlich. Aber das stimmt nicht! Die AfD ist keineswegs homophob und ich selbst musste eigentlich auch nie derlei Erfahrungen innerhalb unserer Partei machen. Im Gegenteil! Es engagieren sich sogar sehr viele Schwule und Lesben in der AfD. Das ist unseren Gegnern selbstredend ein Dorn im Auge, alldieweil es den linken Alleinvertretungsanspruch für Homosexuelle konterkariert.

 

RG: Tut dir irgendetwas leid? Würdest du heute etwas anders machen?

 

HA: Vom ersten Tage meines Engagements in der AfD an wurde ich von unseren politischen Gegnern in Politik und Medien mit Hass überschüttet. Nach meinem Auftritt bei einer großen AfD-Demonstration in Rostock im Oktober 2015 verlor ich auf Betreiben des Betriebsrates meinen Job bei Arvato Bertelsmann, wo ich in einem Callcenter arbeiten musste, da meine Galerie aufgrund der linken Hetze nicht mehr so gut lief. Im März 2016 verübte die sogenannte Antifa mit Teerbomben und Farbsprengsätzen einen Anschlag auf unser Wohnhaus. Die Täter wurden nie ermittelt, obwohl die Polizei Fingerabdrücke gefunden hatte. Mein Fehler an der Stelle war sicherlich, dass ich auf all das nicht immer mit der für einen Politiker nötigen Gelassenheit reagiert habe, was naturgemäß in derartigen Situationen schwerfällt. Heute rufe ich mir immer ein Zitat des früheren US-Präsidenten Richard Nixon ins Gedächtnis: "Denke immer daran, andere mögen dich hassen, aber jene die dich hassen werden nicht gewinnen, solange du sie nicht hasst - denn dann zerstörst du dich selbst."

 

RG: Man konnte ja noch vor einigen Monaten lesen, du wolltest aus der AfD austreten. Nun bist du aber doch bewusst Parteimitglied geblieben. Warum?

 

HA: Jene Tage Ende August / Anfang September 2017 waren eine absolute Ausnahmesituation für mich, für meine Familie und für meine Freunde. Es war damals schwer, einen klaren Gedanken zu fassen. Zudem bin ich von einigen Leuten falsch beraten und unter Druck gesetzt worden. Da war viel Niedertracht. Ich bekam allerdings auch sehr viele Anrufe von treuen Parteifreunden, die mich eindringlich aufforderten, mein Landtagsmandat weiter auszuüben und auf gar keinen Fall die AfD zu verlassen. Warum hätte ich das auch tun sollen? Ich habe mir nichts vorzuwerfen.

 

RG: Wie siehst du deine Rolle in der Politik heute? Wo möchtest du dich besonders engagieren?

 

HA: Die Gesellschaft ist im Umbruch. Durch die Digitalisierung, die sogenannte Industrielle Revolution 4.0, wird sich das Leben in Deutschland und Europa allenthalben grundlegend verändern. Trotz der damit verbundenen Herausforderungen hält die etablierte Politik in wirtschafts- wie sozialpolitischer Hinsicht an Konzepten fest, die aus der Zeit Bismarcks, also aus dem 19. Jahrhundert stammen. Wie soll das funktionieren, wenn es dereinst die klassische Arbeit gar nicht mehr geben wird? Mich treibt an dieser Stelle die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens seit einiger Zeit um. In diese Richtung sollten wir denken, auch als AfD, denn mit Nationalromantik und Zuwanderungskritik allein ist es nicht getan. Zugegebenermaßen wird eine visionäre Politik hinsichtlich der sich aus der Digitalisierung ergebenen Veränderungen nichts bringen, wenn wir nicht auch zeitgleich die Massenmigration und den wachsenden Einfluss des Islam in den Griff bekommen.

 

RG: Welche Ziele hast du für die nächsten Jahre?

 

HA: Ich werde mich als Landtagsabgeordneter vorderhand weiterhin um die Anliegen der Bürger kümmern, mich weiterhin in wesentliche Zukunftsthemen einarbeiten (siehe oben) und mir über entsprechende Konzepte meine Gedanken machen, für diese dann auch innerhalb und außerhalb der AfD werben. Ferner haben wir im kommenden Jahr Kommunalwahl in Mecklenburg-Vorpommern. Das wird in jedem Fall eine große Herausforderung, denn nachdem wir die Landtage und den Bundestag erobert haben, müssen wir künftig auch in den Kommunalparlamenten zu einer wirkmächtigen Kraft werden.

 

RG: War die Tatsache, dass du mit deinem Lebenspartner zusammenlebst bzw. gleichgeschlechtliche Neigungen hast, bisher hinderlich für deine berufliche Karriere oder für dein Privatleben? Wurdest du deswegen beleidigt?

 

HA: Nein, nie. Ich habe in meinem ganzen Leben keine einzige homophobe Erfahrung gemacht.

 

RG: Auch ich habe gleichgeschlechtliche Empfindungen, habe mich aber vor Jahren dazu entschieden, einen anderen Weg zu gehen und das langjährige Szene-Leben hinter mir zu lassen (Stichwort: "Ex-Gay") - ohne mich deshalb für etwas Besseres zu halten. Kannst du so eine Sichtweise akzeptieren?

 

HA: Selbstverständlich kann ich das akzeptieren. Mein Lebenspartner und ich verkehren schon seit Jahren nicht mehr in der schwulen Szene. Dieses Milieu wird ja von linken Kräften beherrscht, ich nenne sie Berufshomosexuelle, die den Kampf gegen die sogenannte Homophobie sozusagen als Geschäftsmodell betreiben. Deswegen wird es diese Homophobie auch immer geben, egal wie tolerant die Mehrheitsgesellschaft tatsächlich ist, denn wäre das eines Tages wirklich überwunden, würde diesen Leuten die Lebensgrundlage entzogen, vor allem aber sehr viel Geld. Das ist wie beim "Kampf gegen rechts". Wir haben es da ja allenthalben mit Eiferern zu tun, die den ganzen Tag von anderen Toleranz einfordern, selbst aber intolerant sind bis dorthinaus.

 

RG: Welche Rolle spielt der christliche Glaube in deinem Leben?

 

HA: Ich war viele Jahre ein eifriger Kirchgänger. Das habe ich mir abgewöhnt. Aber ich lese in der Bibel, bete täglich und hoffe, dass es mir künftig besser als bisher gelingen wird, die Grundsätze unseres christlichen Glaubens auch wirklich zu leben.

 

RG: Was machst du, wenn du nicht politisch unterwegs bist? Hast du irgendwelche Hobbys?

 

HA: Privat lese ich sehr viel. Derzeit besteht meine Lektüre aus der Biographie von Sebastian Kurz und dem neuen Buch von Helmut Lethen "Die Staatsräte". Außerdem schreibe ich sehr gerne. Im März letzten Jahres ist bei einem Rostocker Verlag mein erstes Buch erschienen, der Kriminalroman "Die Gründung - Affären um eine Partei", in dem ich all das, worüber wir hier sprechen, literarisch verarbeitet habe. Hin und wieder dachte ich auch schon, dass der Plot meines Erstlingswerkes gewisse Kräfte zusätzlich gereizt haben könnte, jene perfide Rufmordkampagne gegen mich zu inszenieren. Und ich verbringe auch viel Zeit mit guten Freunden, die mich teilweise seit Jahrzehnten kennen und wissen, dass diese ganze mediale Hetze gegen meine Person jeder Grundlage entbehrt.

 

RG: Wo holst du dir Kraft, Energie und Orientierung für deine Arbeit?

 

HA: Ich lese sehr viel und zwar zu allen möglichen Themen. Ein tägliches Ritual ist die Lektüre der Neuen Zürcher Zeitung. Das ist wirklich ein Genuss und ein sehr prägender noch dazu. Außerdem bin ich fest davon überzeugt, dass Gott für jeden Menschen eine Aufgabe bereithält, gemäß dem Bonmot Goethes "Gott gibt uns die Nüsse, aber knacken müssen wir sie allein".

 

RG: Holger, ich danke dir für dieses Interview.

 

(Copyright: Robert Gollwitzer www.robert-gollwitzer.com)

Machen wir Deutschland wieder stark!

Posted on March 2, 2018 at 2:00 PM

Und wieder ein Aufstand in den Mainstream-Medien: Präsident Donald J. Trump will einen Handelskrieg gegen die EU führen und Strafzölle auf ausländische Waren erheben.


Recht hat er!


Präsident Trump wurde aufgrund seines Mottos "Make America Great Again!" gewählt. Sein Job ist es, für die Interessen Amerikas zu kämpfen und sorgen - wirtschaftlich und militärisch.


Niemand wäre glücklicher als er, wenn andere Nationen dasselbe täten!


Nur so kann eine wahre Partnerschaft unter Nationen entstehen: Wenn sie sich auf Augenhöhe begegnen.


Sehen wir uns Deutschland doch mal an: Flinten-Uschi hat der Bundeswehr den Rest gegeben. Von "Armee" kann hier schon gar nicht mehr die Rede sein.


Wirtschaftlich verlässt sich Deutschland immer noch auf den internationalen Handel - besonders auf den Export seiner Waren.


Trumps Strafzölle könnten eine Chance sein, dass wir uns wieder unserem Land und unseren Interessen zuwenden!


Anstatt in einen Handelskrieg mit den USA zu treten und nun die wirtschaftlichen Kanonen hervorzuholen, sollten wir Deutschland autark machen! Eine starke Armee und Waren sowie Energie, die im Inland von uns selbst produziert werden! Somit sind wir nicht mehr auf das Ausland angewiesen. Wir schaffen uns selbst das, was wir zum Leben brauchen - und wir sind stark genug, das auch zu verteidigen!


Packen wir's an!

Gender Mainstreaming

Posted on January 23, 2018 at 12:45 AM

Leider wird auch in kirchlichen Kreisen immer noch der Unsinn verbreitet, "Gender Mainstreaming" diene der Geschlechtergerechtigkeit. Das ist genauso dumm wie falsch.

Allein die Zusammensetzung der Wörter straft diese Auslegung Lügen: "Gender" als das von der Umwelt oder dem eigenen Gusto geprägte Geschlecht, das man/frau (angeblich) auch ändern kann (vs. "sex" - dem englischen Wort für das körperliche Geschlecht, das man mit von Geburt an hat).

"Mainstreaming" als die Zusammenführung verschiedener Geschlechter in einen großen ("main") Strom ("Streaming") undefinierbarer Individuen.

"Gender Mainstreaming" entspricht nicht (!) dem christlichen Weltbild, was nicht zuletzt Papst Franziskus und viele andere Bischöfe und Priester betont haben.

Leider sehen offenbar einige ihre Chance, damit Geld zu machen bzw. diese unselige Ideologie in die Gesellschaft und die Kirche einzuführen.

Ich kann nur jede/n auffordern, hier Widerstand zu leisten!

NO PASARAN! - SIE WERDEN NICHT DURCHKOMMEN!

CSU vs. AfD

Posted on January 14, 2018 at 6:40 AM

Die CSU wird sich schwer mit dem "Abwehren" der AfD tun. Wer schon immer teil des Problems war, kann nicht verantwortlich für die Lösung sein! Die CSU hatt immer schon eine große Klappe - und das war wohl auch ihr Job in der Koalition mit der CDU. So konnte man die rechten Wähler binden. Allerdings hatten diese großen Worte nie Konsequenzen. Sie waren ein reiner Show-Effekt. Gemacht wurde, was die CDU sagte . und das war alles andere als entschlossene Politik für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes.

Abgesehen davon kann ein negatives Ziel ("Abwehr") nie zu positiven Ergebnissen führen ("Abwehr" dient alleine dem eigenen Machterhalt - GEGEN eine andere Partei. Die AfD jedoch kämpft FÜR positive Werte!).

Arbeitsgruppen ueber Rechte?

Posted on January 9, 2018 at 12:15 AM

Wenn christliche, "gemeinnützige" und "mildtätige" Wohlfahrtsorganisationen Arbeitsgruppen zum Thema "Rechtsradikale/Rechtsextreme/Rechte" gründen, aber auf dem linken Auge völlig blind sind, so muss ihnen Vorsatz, Verantwortungslosigkeit, Verschwendung von Spendeneinnahmen und Eigennutz unterstellt werden. Vorsatz, weil sie kaum anführen können, dies unbewusst zu tun. Verantwortungslosigeit, weil es ihnen dann ganz offensichtlich nicht um den Schaden, den die betroffenen Gruppierungen geht (Stichwort Hamburg, wo die Linken die Stadt in Schutt und Asche legten), sondern offenbar eine ganz andere Motivation dahinter steht. Das aber schadet der Gesellschaft als Ganzer, da sie so zum bestehenden Unrecht beitragen. Verschwendung von Steuergeldern, weil es nicht zu ihrem Satzungszweck gehört, dies zu tun und Menschen auch nicht dafür gespendet haben. Eigennutz, weil die Argumentation der Rechten ihre Einkommensquellen (Flüchtlingsheime etc.) gefährdet - nicht aber die Randale der Linken.

Als Christ liegt mir etwas an diesen Wohlfahrtsorganisationen, deshalb kritisiere ich sie auch öffentlich dafür. Schämt euch!

Integration?

Posted on December 30, 2017 at 7:00 AM Comments comments (0)

Was Flüchtlinge betrifft, so sollte "Integration" nicht das primäre Ziel sein. Wem wirklich etwas an den Flüchtlingen - und den Menschen seines/ihres eigenen Landes liegt, der sorgt dafür, dass diese Flüchtlinge bald wieder in ihr Heimatland zurückkehren können!

Vereinigte Staaten von Europa?

Posted on December 30, 2017 at 6:15 AM Comments comments (0)

Die CSU meint, die "Vereinigten Staaten von Europa" seien der Bevölkerung nicht vermittelbar. Man muss sich das mal geben - die CSU sagt damit nichts anderes als dass sie die "VSE" nicht grundsätzlich ablehnt, sondern dass diese (erstmal) an der Vermittelbarkeit scheitern. Wenn sie also vermittelbar sind, steht die CSU dann offenbar diesem irrigen Konstrukt hin zur Neuen Weltordnung nicht mehr im Wege!

"Motivationen" der Neuen Rechten

Posted on December 20, 2017 at 1:50 PM

Hier ein paar der "Motivationen", die man den Neuen Rechten unterstellt - und eine kurze Stellungnahme hierzu:


Fatalismus:

Wer fatalistisch denkt, geht davon aus, dass alles, was in Natur und Gesellschaft geschieht, durch das Schicksal voraus bestimmt ist. Hört sich ja erst einmal gut an - ist aber im Bezug zur Rechten völliger Quatsch. Das Gegenteil ist der Fall: Eben weil wir von der Möglichkeit und Notwendigkeit einer Veränderung hin zum Guten ausgehen, werden wir aktiv!


Zukunftsangst:

In bester herablassender Möchtegern-Therapeutensprache werden uns da alle möglichen Ängste unterstellt. Wohl auch hier ohne jegliches konkrete Hintergrundwissen.

Ängste haben eine lebensnotwendige Funktion. Entwicklungsgeschichtlich würden wir ohne unsere Ängst heute gar nicht funktionieren. Ängste aktivieren die Gehirnregionen, die für das Überleben notwendig sind. Diese wiederum befähigen den Körper und die Psyche umgehend, mit einer der folgenden Verhaltensweisen zu reagieren: Flucht, Kampf oder Starre.

Angst an sich ist also nicht nor positiv, sie ist notwendig und in bestimmten rationalen Grenzen auch sinnvoll und produktiv.

Insofern haben wir "Angst" - wir sind uns möglicher Gefahren bewusst und sorgen rechtzeitig vor. Wir werden aktiv.

In der Regel wird der Begriff "Zukunftsangst" aber als etwas Irrationales verwendet und verstanden. Diesen Topf geben wir aber gerne an die Autoren zurück: Sie nämlich sind diejenigen, die sich in Schockstarre vom drohenden Chaos zu überwältigen drohen. Die Neue Rechte hingegen reagiert im "Kampf"-Modus!


Angst vor Überfremdung:

Auch hier wird uns in arroganter Art und Weise etwas Unvernünftiges, ja Dummes unterstellt. Wir sehen das anders: Wir lieben das Eigene - genau deshalb können wir auch das Andere schätzen. Unsere "Angst" ist in diesem Zusammenhang eine zweifelsfrei berechtigte und begründete Sorge um eine Zerstörung unserer Identität, Kultur und Tradition. Dagegen haben wir etwas und dagegen werden wir vorgehen. Wir sehen uns unseren Vorfahren verpflichtet, von denen Unzählige ihr Leben für den Aufbau eines christlichen Abendlandes gelassen haben.


Angst um das Eigene:

Siehe oben.


Angst vor dem Zu-kurz-Kommen / Futterneid:

Das ist schlichtweg dumm. Ja, wir haben etwas dagegen, dass das, was unsere Vorfahren und wir selbst aufgebaut haben, unvernünftig und nicht notwendig verschwendet wird. Wir wehren uns dagegen, dass irgendwelche Lobbys (Öko, Asyl...) aus vorgegebenen humanen, tatsächlich aber oft egoistischen Gründen, das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Wir wollen und werden Menschen in Not helfen - allerdings mit einer Hilfe, die ihnen wirklich zu Gute kommt. Wir wollen Flüchtlingen vor Ort helfen und unsere Natur bewahren - und nicht unsere Öko-Industrie.


Angst überhaupt:

Die Verwendung therapeutischer Begriffe im Zusammenhang mit politischen Diskussionen ist unehrenhaft. Wer den Mut und die Argumente hat, soll sich doch bitte sachlich einer Diskussion stellen. Wer das nicht hat, greift wohl zu solch billigem und durchsichtigen Unsinn zurück.


Verzweiflung:

Siehe oben. Ich selbst bin praktizierender Katholik ("praktizierend" und "gläubig" muss man heute leider schon betonen). Als solcher werde ich nie verzweifelt sein. Wer glaubt, hat immer Hoffnung. Oder wie Papst Benedikt XVI. es gesagt hat: "Wer glaubt, ist nie allein!"


Robert Gollwitzer

Wenn der Faschismus wiederkommt...

Posted on November 4, 2017 at 8:45 AM

Di AfD hat heute in München vor dem Gewerkschaftshaus gegen eine Veranstaltung der Antifa dort demonstriert. Die Antifa wird inzwischen international von vielen als terroristische Gruppierung mit extremen Methoden und Zielen eingestuft. Ja, genau die Antifa die kürzlich halb Hamburg in Schutt und Asche legte.

Uns gegenüber standen die üblichen Gegendemonstranten, deren intellektuelles Niveau und Demokratie-Verständnis sich größtenteils auf das Niederbrüllen des "Gegners" und das monotone Triller-Pfeifen beschränkte.

Weiterhin wurden die AfD-ler permanent auch einzeln fotografiert. All dies sind höchst undemokratische Methoden, die mich an totalitäre Regimes wie in der DDR oder auch - konsequent weitergedacht - an den Nationalsozialismus erinnern.

«Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‹Ich bin der Faschismus›. Nein, er wird sagen: ‹Ich bin der Antifaschismus›.»

Ignazio Silone



Rss_feed